Swimbait Einsteiger Guide: Setup und die besten ersten Köder

Swimbait Einsteiger Guide: Setup und die besten ersten Köder

Du willst mit Swimbaits anfangen, stehst aber vor der Wand aus Ruten, Rollen und Ködern, die teilweise mehr kosten als dein erstes Auto? Kenn ich. Deshalb hier mal ganz ehrlich, wie ich anfangen würde, wenn ich heute nochmal bei null starten müsste. Ohne Schnickschnack und ohne, dass du direkt ein Vermögen ausgeben musst.

Die Rute: weiche Spitze, starkes Rückgrat

Für den Einstieg reicht eine Rute mit einem Wurfgewicht bis ungefähr 4 oz, also um die 120g. Viel wichtiger als der Preis ist die Aktion. Du willst eine weiche Spitze und ein starkes Rückgrat.

Die weiche Spitze sorgt dafür, dass der Köder schön sauber glidet und du ihn nicht aus dem Rhythmus reißt. Das starke Rückgrat brauchst du, um den Haken im harten Hechtmaul auch wirklich zu setzen und den Fisch im Drill unter Kontrolle zu halten.

Meine Empfehlung für den Einstieg ist die Savage Gear Alpha SG2 Swimbait Casting mit 60 bis 120g. Die macht für den Preis richtig was her. Wenn du später eine Stufe höher willst, ist die Molix Outset Casting bis 4 oz eine richtig starke Rute.

Die Rolle: 200er Größe und hohe Übersetzung

Als Rolle nimmst du eine Baitcastrolle in 200er Größe. Achte unbedingt auf die Übersetzung. Ich würde nichts unter 7.1 nehmen, am besten so um die 8.1.

Warum? Weil du den Swimbait zum großen Teil über die Rolle animierst. Mit einer schnellen Übersetzung reichen dafür halbe bis Viertel Kurbelumdrehungen, und der Köder bricht schön zur Seite aus. Mit einer 5.3er Rolle musst du teilweise fast eine ganze Umdrehung machen, und das bremst dich eher aus.

Für den Einstieg finde ich die Daiwa Tatula 200 mega, die performt unfassbar gut für den Preis. Wenn's etwas mehr sein darf, ist die Abu Garcia Beast 200 eine richtig robuste Rolle für große Köder.

Schnur, Vorfach und Snap

So sieht meine Montage aus, und die kannst du genau so übernehmen:

Eine Sache musst du wissen: Die meisten Swimbaits sind eigentlich für Bass gebaut. Also für Schwarzbarsche in Amerika und Japan. Die haben keine Zähne, deshalb fischen die Jungs dort ohne Stahl oder Hechtvorfach. Unsere Hechte beißen dir aber alles durch, was nicht vernünftig gesichert ist. Ein ordentliches Vorfach ist hier also Pflicht.

Warum 18cm die perfekte Einstiegsgröße ist

Für den Anfang würde ich immer zu Swimbaits um die 18cm, also gut 7 Inch greifen. In dieser Größe laufen die meisten Modelle am stabilsten, sie kippen kaum und verzeihen auch mal einen nicht ganz sauberen Zug.

Dazu wiegen sie meistens zwischen 60 und 80g. Damit passen sie an fast jede Swimbait Rute und du brauchst kein Spezialgerät. Und sie kosten noch kein Vermögen.

Stufe 1: die besten ersten Swimbaits um die 30 Euro

Hier würde ich starten. Alle drei laufen sauber, sind einfach zu führen und verzeihen Fehler:

  • Molix Glide Bait 178 Slow Sinking: Mein allererster Swimbait. Läuft an fast jeder Rute, super einfach zu führen. Für den Anfang würde ich ganz klar den Slow Sinker nehmen, einfach um es simpel zu halten. Wie meine Geschichte mit dem Köder weitergegangen ist, liest du in unserem Artikel zum Molix Phantom Carp.
  • LMAB Real Vibe 180: Langsam sinkend mit schönem S Curve Lauf. Extrem einfach zu fischen und ein richtig guter Hechtköder.
  • Babyface BB180: Grundsolide für den Preis. Macht genau das, was er soll.

Stufe 2: die nächste Liga bis etwa 80 Euro

Wenn du gemerkt hast, dass dich das Swimbait Fieber gepackt hat, geht's hier weiter. In dieser Preisklasse bekommst du schon richtig krasse Qualität, teilweise aus Japan, teilweise aus Amerika:

Stufe 3: High End JDM

Und dann gibt's die Köder, bei denen du nicht mehr zurück willst. Der DRT Tiny Klash und der DRT Klash 9 sind sowas wie das Plus Ultra der Swimbait Welt. Die laufen unfassbar gut und sind modular aufgebaut, du kannst also Schwanz und Lippe tauschen und den Köder an jede Situation anpassen. Die passenden Spare Parts haben wir natürlich auch.

Für den Einstieg brauchst du die aber nicht. Starte mit Stufe 1, lerne den Köder kennen, und arbeite dich hoch.

Wann Swimbaits am besten laufen

Ganz einfach: Je kälter, desto besser. Gerade wenn das Wasser abkühlt, kannst du den Köder richtig lange auf einer Stelle stehen lassen und zwischendurch ein paar schöne Glides machen. Das macht die Hechte im Herbst und Winter komplett verrückt.

So ab September, je nach Wassertemperatur, funktionieren die 18cm Köder richtig gut. Wird es noch kälter, kannst du auch größer gehen. Für den Anfang würde ich aber erstmal bei der 18cm Klasse bleiben und mich langsam rantasten.

Mein Einsteiger Setup auf einen Blick

Damit bist du richtig gut aufgestellt, ohne dass du direkt dein Konto plündern musst. Alle weiteren Swimbaits findest du in unserer Swimbait Abteilung.

Und wenn du unsicher bist oder die Köder lieber erst mal in der Hand halten willst: Komm einfach bei uns im Laden in Oldenburg vorbei. Kaffee ist da, und ich stell dir gern dein Setup zusammen.

Grüße,
Andreas

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